
Splitterwesen.
„Der Wechsel ist vollzogen. Vom individuellen zum sozialen Wissen. Innerhalb einer Generation. In meiner.“
Als Baum stellte er sich vor. Die Wurzeln in seiner Kindheit und Jugend. Lesen, zuhören. Fast ganzheitliches Wissen. Durch die Wurzeln gesogen.
„Mein Stamm wuchs in der Zeit der Jobs und Familiendasein. Technik-Literatur. Zweckbestimmtes. Wenig allgemein.“
Unmerklich hat sich die Welt um ihn verändert. Er arbeitet von Anfang an mit Computer, Handy, Internet. All die Wohlstandssachen. Von Techniker, wie ihm entwickelt.
„Mein Blattwerk birgt jetzt die biologischen Früchte. Kinder und ihre. Alle Enkel in Schulen. Der Lernstoff ist wesentlich mehr. Und das Wissen?“
Die Enkel wissen mehr als er. Über die Bedienung und Verwendung von Geräten. Speziell. Wenig allgemein.
Jetzt, als Pensionär liest er effizient. Mit den modernen Medien.
„Die Lektüren zeigen mir, dass ich dem Wissenszuwachs hinterherlaufe. In immer größer werdenden Abstand. Ein Gesamtbild ist für mich nicht mehr erreichbar.“
Uferloses Wissen liegt in den Datenbanken. Weltweit verteilt. Für jeden zugänglich. Jedoch fragmentiert.
„Als Techniker haben wir gute Arbeit geleistet. Doch als Preis dafür wurden wir zum dedizierten Splitter-Wesen.“

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