
Ich schmerze. Also bin ich.
Er saß im Wartezimmer. Sie war beim Arzt. Ihre Schmerzen lebten jetzt mit ihnen. Zwischen ihnen. Wie seine Trinksucht damals. Und davor andere Schmerzen.
„Ich kann mich nicht erinnern, jemals ohne Schmerzen bei mir, bei ihr oder bei den Kindern gelebt zu haben.“
„Schmerz ist wichtig. Der Körper mahnt uns. Wir hören nicht zu. Deshalb wird die Ursache nicht bereinigt. Dann ist es zu spät, muss operiert werden. Wenn es geht. Oder stirbt einer.“
„Ist das Sterben eine Folge von Unaufmerksamkeit? Ignoranz?“
„Das Leben ist immer mit Schmerzen gepolstert. Wie ein Gummianzug spannt uns täglich ein.“
„Ich schmerze, also bin ich.“
Wieder ein Philosoph geboren. Im Wartezimmer. Auf der Wartebank zur…

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